Reykjavik – der Mittelpunkt aller Island-Ausflüge

Nach dem Buch der Isländer begann die Besiedlung Islands  im Jahr 871 mit der Ankunft von Ingólfur Arnason in der heutigen Hauptstadt Reykjavik.  Die Geschichte besagt, dass als dieser ankam, heißer  Dampf aus heißen Quellen aufstieg und somit der  Namen Reykjavik oder „Smokey Bay“ entstanden ist. Dieser geschichtliche Hintergrund ist im „Book of Settlements“  dokumentiert. Ein Besuch im Nationalmuseum Reykjavik´s (www.thjodminjasafn.is) lohnt sich, um darüber mehr zu erfahren.

Obwohl Reykjavik der erste bewohnte Ort in Island ist, begann erst im 18. Jahrhundert eine kleine Stadt um Ingólfur herum heranzuwachsen. Sheriff Skúli Magnússon, der manchmal auch als Vater von Reykjavik bezeichnet wird, eröffnete Wollmühlen, um die isländische Wirtschaft zu modernisieren. Mit Hilfe der der Schafe begann Reykjavik somit seine moderne Stadtentwicklung.

Reykjavik hatte noch einige Jahre lang keinen Anspruch als Hauptstadt, auch wenn sich eine Stadt zu gründen begann, denn Island wurde  zu dieser Zeit noch von Dänemark regiert. Erst 1944 als Island von den Dänen unabhängig wurde, bekam es die Hauptstadt Islands.

Island_Vivace Trael_Tjörnin

Ein Streifzug durch Reykjavik

Als Stadtrundgang ausgehend von Tjörnin weiter zur Nationalgalerie – Nationalmuseum – Rathaus – Austurvöllur – Parlamentsgebäude – Hafnahús – Hafen/Harpa – Laekjatorg – Regierungsgebäude – Anrnahóll mit Statue von Ingólfur Arnason – Kulturhaus – Nationaltheater – Höfdi  – Hallgrimskirche – Ende des Rundgangs.

Als zentraler Ausgangspunkt für einen Rundgang bietet sich der Stadtsee Tjörnin an, welcher heute  ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt ist. Er liegt eingebettet inmitten der Stadt und im Winter, wenn der See zufriert, wird immer eine Ecke Warmwasser für die Vögel eingepumpt und eisfrei gehalten.
Die Vögel kommen gerne, da sie an diesem Punkt gefüttert werden.

Zwischen dem See Tjörnin und dem Hafen liegt der älteste Teil Reykjaviks, das Zentrum, das bis Ende des 19. Jahrhunderts immer noch einem Dorf glich.

Am Ostufer, am Frikirkjuvegur, fällt einem der Bau der Nationalgalerie mit seinen gewölbten Gauben auf. 1916 wurde dieses Gebäude errichtet und beherbergt seit 1987 eine Vielzahl an Werken isländischer Künstler.

Der südliche Teil des Sees reicht bis zur Hringbraut, eine der wichtigsten Hauptverkehrsstraßen der Stadt.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befinden sich die Gebäude der 1911 gegründeten Universität (Háskoli Islands). Auffällig sind die nördlich und südlich von der Sudurgata der graue Klotz des Isländischen Nationalmuseums und der rote Bau der Universitäts- und Nationalbibliothek.

Auf der anderen Seite steht das Denkmal „Der Gesetzeslose“ von Einar Jónsson (1874-1954), das 1901 als erste isländische Skulptur im Ausland, in Kopenhagen ausgestellt war. Entlang der Sudurgata erstreckt sich der alte Friedhof, auf dem bedeutende Isländer begraben wurden.

Über Skothúsvegur geht es zurück an den See, wo sich in dem kleinen Park eine weitere Skulptur von dem bekannten Künstler  Jónsson befindet. An der Tjanargata stehen mehrer alte Villen, die zwischen 1906 und 1912 gebaut wurden. Das architektonisch auffallende Gebäude am See ist das Rathaus, dessen Architekten (Margrét Hardardóttir und Steve Christer) für Ihren Entwurf ausgezeichnet wurden. Die Eingangsebene befindet sich auf Seeniveau und hier steht auch ein Reliefmodell von Island, welches einen Überblick Islands vermittelt.
Das Café mit Blick auf den See ist besonders empfehlenswert, vor allem da die Enten an dessen Fenster vorbei schwimmen.

Durch den Templaras und vorbei am Garten des Parlaments gelangt man zur Domkirche.
Die Domkirche ist bis heute, die bedeutendste Kirche Reykjaviks. Jedes Jahr wird die Parlamentseröffnung mit einem Gottesdienst in der Domkirche begonnen.  Sie befindet sich am südöstlichen Rand des Platzes Austurvöllur.

Das Standbild vor Ort wurde von Einar Jónsson gefertigt und zeigt Jón Sigurdsson, welcher als Nationalheld Islands gilt und für die Unabhängigkeit von Dänemark gekämpft hat. Sein Geburtstag ist der 17. Juni, welcher in Island als Nationalfeiertag gefeiert wird.
Das Parlamentsgebäude an der Südseite von Austurvöllur ist ein zentraler Punkt für alle wichtigen Demonstrationen und Kundgebungen.

Im Herbst und Winter 2008/2009 kam es zur Kochtopf-Revolution, als Protest der Bevölkerung auf die große Finanzkrise des Landes. Um sich lautstark an der Demonstration zu beteiligen, gingen die Bürger mit Ihren Küchenutensilien auf die Straße. Auch internationale Medien wurden darauf aufmerksam.
An der Ostseite von Austurvöllur befindet sich das traditionsreiche Hotel Borg, in dem sich ein kurzer Stop zum Kaffee trinken lohnt.

Weiter geht es zur Adalstraeti – eine der ältesten und wichtigsten Straßen der Stadt. Das Haus mit der Nummer 10 wurde 1762 erbaut und heute werden dort ungewöhnliche Designarbeiten verkauft.
Geht man zur Adalstraeti Nummer 2 findet man die Touristeninformation.
Über  die Vesturgata und Grófin gelangt man zur Stadtbücherei und dem darin befindlichen Museum für Fotografie. Daneben befindet sich das Hafnarhús in dem Ausstellungen stattfinden und Werke isländischer Künstler zu sehen sind.

Weiter geht es zum alten Hafen, in dem sich Walbeobachtungsboote und Fischerboote befinden.

2011 eröffnete Harpa, eine Kongress- und Konzerthalle das auch sehr schön von der Seeseite zu sehen ist.
Das Haus verfügt über eine hervorragende Akustik. Die Glasfronten schillern in unterschiedlichen Farbtönen und die wabenförmigen Fenster werden in der Nacht erleuchtet.

Der Weg zurück führt über die Pósthússtraeti. Zu erwähnen ist der große Brand von 1915, denn danach wurden Holzhäuser in der Innenstadt verboten. C
In der Austurstraeti befindet sich eine der beiden kleinen Fußgängerzonen Reykjaviks. Der Laekjartorg war früher ein Marktplatz und noch heute findet man hier Stände die unterschiedlichste Waren zum Verkauf anbieten.
Gegenüberliegend befindet sich das Regierungsgebäude, Stjórnarrádhúsid, in welchem sich die Büros des Premierministers und Präsidenten befindet. In der Hverfisgata befindet sich das Kulturhaus und das Nationaltheater, das erste professionelle Theater in Island.

Wenn man noch etwas durch das alte Reykjavik spaziert bemerkt man die bunten Häsuer, die mit Wellblech verkleidet und bemalt sind. Viele davon sind 100 Jahre alt.
An der Saebraut jedoch befinden sich moderne Hochhäuser und weiter geht es zur Seepromenade wo sich die Skulptur „Die Sonnenfahrt“ , welche ein Wikingerschiff in Edelstahlkonstruktion präsentiert, befindet. Sie wurde von dem Künstler Jón Gunnar Árnasson gefertigt.

Spaziert man entlang der Küste blickt man auf Esja und die Inseln. Bei dem weißen Haus  Höfdi angelangt erfährt man über der Zusammentreffen von Michail Gorbatschow und Ronald Reagan, welches 1986 stattfand.

Über Laugavegur geht man auf den Skólavördustigur und geht geradewegs zur Hallgrimskirche (Archtekt Gudjón Samúelsson), wo man mit dem wohl schönsten Blick auf die Kirche belohnt wird. In der Kirche, die sehr schlicht gehalten ist, gelangt man in den Turm von wo aus die benachbarten Viertel ebenso zu sehen sind, wie die vielen bunten Dächer. Vor der Kirche befindet sich das Denkmal von Leifur Eriksson, der Entdecker von Amerika – rund 500 Jahre vor Kolumbus.

Zurück führt der Stadtrundgang wieder an den See, den Tjörnin (Njardagata bis zur Freyjugata und Skálholtsstigur).

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